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Zu Gast am BSZ:

Soldat mit Courage

Am Montag, den 1. Dezember 2014 zog Bodo Kernbach, Zeitzeuge des Zweiten Weltkrieges, Schüler des Wirtschaftsgymnasiums und des Berufskollegs mit seinen lebhaften Erzählungen in seinen Bann.

 „Lassen Sie sich von Bodo Kernbach auf die Zeitreise mitnehmen“, appellierte Schulleiter Stefan Ranzinger an die junge Zuhörerschaft. Fasziniert folgten die Schüler Kernbachs Ausführungen aus seiner Zeit als Soldat. Der gebürtige Ostpreuße gab offen zu, wie sehr er anfangs von Hitler begeistert war. Als Führer in der Hitler-Jugend erkannte er jedoch bald, wie grausam das Nazi-Regime war. Er ging zur Marine und überlebte 1942 am Nordpol als junger U-Bootfahrer nur knapp einen Torpedoangriff. Im Krieg bewies Kernbach Mut und außergewöhnliche Hilfsbereitschaft. Er versagte die Ausführung eines Befehls von einem SS-Obersturmführer, nach welchem er verdächtige Partisanen erschießen sollte. Nach einem Flugzeugabschuss nahm er einen Briten in seiner Kabine auf.

Der 93-jährige Zeitzeuge fühlte sich unter den aufmerksamen Schülern sichtlich wohl. „Ich könnte noch so viel erzählen“, sagte er des Öfteren. Die Schüler hängen an Kernbachs Lippen und sind von den Erzählungen aus erster Hand beeindruckt. „Mich haben vor allem die persönlichen und detailreichen Schilderungen berührt“, so eine Schülerin der 11. Klasse des Wirtschaftsgymnasiums.

 

 Info

Die Ausstellung Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme verwandelt seit Ende 2014 das BSZ in ein Geschichtsmuseum. Über 190 Fotografien und Infotexte - quer durch das Schulhaus verteilt -  veranschaulichen eindrucksvoll die deutsche Vergangenheit, vom ersten Weltkrieg bis zum wiedervereinten Deutschland.

 

Geschichtslehrer und Initiator dieser Veranstaltungsreihe Hans-Michael Gritz konnte begleitend zur Ausstellung interessante Referenten gewinnen, darunter Bodo Kernbach.