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Schule trifft Wirtschaft 2008

Glaube, Ethik, Unternehmertum

Dr. Gebhard Fürst, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, zu Kernfragen von Macht und Moral
Dr. Gebhard Fürst, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Das Thema des gebürtigen Bietigheimers Dr. Gebhard Fürst konnte am 21. Februar 2008 aktueller kaum sein: Anfang 2008 prägten Negativschlagzeilen das Bild von raffgierigen Unternehmensleitern. Staatsanwaltliche Untersuchungen bei Postchef Zumwinkel, Schließung des Bochumer Nokiawerks … Bischof Fürst verurteilte die Selbstbedienungsmentalität einiger Spitzenmanager und jüngste Skandale um Steuerhinterziehung scharf und sieht einen gefährlichen Ansehensverlust der Wirtschaft: „Die Humanität unserer Gesellschaft steht auf dem Spiel“. Auf die immer wiederkehrende Kernfrage „Sind Ethik und Ökonomie unvereinbare Gegensätze?“ gab er grundlegende Antworten aus christlicher Perspektive – und praktischer Erfahrung: Als Chef eines 500-Millionen-Euro-Haushalts und von 45.000 Mitarbeitern sei er quasi selbst ein Großunternehmer. „Wir sind nicht nur ein Global Prayer, sondern auch ein Global Player.“